Jedes Stück funktioniert zwar auch für sich, doch als konzeptuelle Einheit ergibt das Ganze Sinn erst, wenn man “Ein Aquarium voller Schlüssel” liest. Manche Titel verweisen direkt auf Figuren, Namen oder Objekte aus den Erzählungen – Bill Evans, Fantômas, Marquis de Sade oder die geheimnisvolle Schallplatte mit aserbaidschanischem Jazz. Der Rest ist Musik, die mich und meinen Vater durch Charkiw der frühen Achtziger begleitet hat – oder begleitet haben könnte. Wir gingen oft ins Kino, nur ein paar Hundert Meter von unserem Haus entfernt. Französische Abenteuerfilme, Komödien, manchmal Western – die Themen daraus finden sich in der Playlist wieder. Für die Schneeelefanten-Erzählung gibt es gleich drei Stücke, die das Bild musikalisch ergänzen. Ukrainische Schlager hörten wir im Rundfunk, und Tschremschyna, der Opener, wurde später zu unserem Lied: Wir sangen es zu zweit bei jeder Familienfeier, als ich schon Gitarre spielte. Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Lesen und Hören!