
Peter Schreier (29.07.1935 - 25.12.2019) war ein Jahrhundert-Tenor, der insbesondere als Bach- und Mozart-Interpret Maßstäbe setzte. Der in Meißen gebürtige ehemalige Kruzianer war ebenso über Jahrzehnte ein erfolgreicher Dirigent. Er studierte an der Dresdner Musikhochschule und debütierte dort 1959 als 1. Gefangener in Beethovens "Fidelio". 1961 trat er ins dortige Solistenensemble ein, 1963 wechselte er an die Staatsoper Berlin, wenig später begann seine internationale Karriere, die ihn an alle großen Opernhäuser und Konzertsäle sowie zu allen renommierten Festspielen führte. Zahlreiche Aufnahmen unter den bedeutendsten Dirigenten seiner Zeit dokumentieren seinen Ausnahmerang in Oper, Konzert und Liedgesang. Zu seinem Opernrepertoire gehörten u.a. Partien von Monteverdi (Orpheus), Händel (Sextus, Belsazar), Mozart (alle Fachpartien), Beethoven (Forestan), Weber (Max), Rossini (Almaviva), Donizetti (Ernesto), Nicolai (Fenton), Wagner (David, Loge), Gounod (Faust), Mussorgski (Gottesnarr), Tschaikowski (Lenski), Massenet (Des Grieux), Strauss (Leukippos, Flamand), Pfitzner (Palestrina) und Paul Dessau (Physiker in "Einstein").