Die Geschichte von Bilderbuch beginnt zweimal. Einmal Mitte der Nullerjahre, als vier Teenager in der österreichischen Provinz beschließen, mit Indierock in ihrer Muttersprache die Welt zu erobern. Und ein zweites Mal, als 2013 „Maschin“ erscheint, der Song mit dem gelben Lamborghini im Video. Plötzlich waren die Fenster weit aufgerissen: Das Instrumentarium des zu diesem Zeitpunkt längst in Wien lebenden Quartetts bestand im Kern nach wie vor aus Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang, doch Prince und Kanye West hatten Kings Of Leon und die Strokes als zentrale Referenzen abgelöst. Gefeiert als eine der innovativsten Bands im deutschsprachigen Raum, verbinden Bilderbuch Stilbewusstsein mit der steten Lust an Veränderung: Ihr Hitalbum „Schick Schock“ einte 2015 Coolness, Größenwahn und Arroganz, „Magic Life“ setzte 2017 auf Selbstreflexion und glitzernden Facettenreichtum. Der innerhalb weniger Monate veröffentlichte Doppelpack „Mea Culpa“ (Dezember 2018) und „Vernissage My Heart“ (Februar 2019) geriet romantisch, kunstsinnig und politisch zugleich – und bescherte der Band ihren bislang größte Live-Triumph: Im Mai 2019 besuchten rund 30.000 Menschen die zwei Bilderbuch-Konzerte vor Schloss Schönbrunn.